Filstalbahn: Binder und Hofelich begrüßen anlaufende Entschädigungen und mahnen zu Investitionen

Die SPD-Landtagsabgeordneten Sascha Binder und Peter Hofelich begrüßen, dass nach dem gemeinsamen Druck von engagierten Bahnkunden und der SPD jetzt erstmals Erstattungen durch die Bahn anlaufen. Nach anhaltenden Verspätungen, Zugausfällen und Servicemängeln scheinen erste Maßnahmen auf der Filstalbahn die Situation zu entschärfen. Für Entwarnung sei es jedoch zu früh, warnen die Sozialdemokraten: Die Bahn samt der grün-schwarzen Landesregierung muss zu ihrer Verantwortung für einen ordentlichen Betrieb stehen.

„Dass der Verkehrsminister und die Bahn nach Monaten voller Strapazen für die Fahrgäste der Filstalbahn jetzt umsetzen, was erzürnte Bahnkunden und die SPD schon seit Monaten gefordert haben, ist ein spätes, aber gutes Zeichen. Wir müssen auch in den kommenden Wochen genau im Blick behalten, ob sich durch die kürzere Zugwende und mehr Waggons nachhaltige Verbesserungen einstellen“, betonen die SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis, Peter Hofelich und Sascha Binder. Auch die bis Mitte November laufende Entschädigungsaktion gehe in die richtige Richtung. Trotzdem müssten Berichte von Pendlern über die ihnen entstandenen Kosten wegen Zugausfällen und weitere Verspätungen ernstgenommen werden. „Ich werde daher im Oktober zum nun dritten Mal meine Aktion ‚Abgefahren – aber wann?‘ durchführen, um zu sehen, inwieweit die bisherigen Korrekturen schon greifen. Aber auch, um meinen Teil dazu beizutragen, dass das Thema erst dann zu den Akten kommt, wenn die Züge wieder zuverlässig fahren“, kündigt der Geislinger Landtagsabgeordnete Binder an.

Ebenso wichtig sei es, die Strafzahlung der Bahn verantwortungsbewusst für wichtige Investitionen in die Infrastruktur der Problemstrecken zu nutzen. „Als Landtags-SPD haben wir Grün-Schwarz schon im Frühjahr aufgefordert, die Gelder in Taktverbesserungen und Infrastrukturmaßnahmen zu investieren“, so Hofelich, finanzpolitischer Sprecher seiner Faktion. Ohnehin seien mehr Investitionen angesichts von 100 Millionen Euro Investitionsbedarf im Schienenverkehr dringend geboten. Es müsse sichergestellt werden, dass der Strafbetrag den Pendlern auf den belasteten Strecken der Filstal-, Rems- und Frankenbahn zugutekommt. Diesen Beschluss hat der Landtag mittlerweile verabschiedet. „Wir werden uns im Herbst beim Verkehrsminister erkundigen, wofür das Geld eingesetzt wurde“, erklären die Abgeordneten.

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